Allgemeines
Die pennale Burschenschaft Hohenstaufen versteht sich als ein Zusammenschluß von Individualisten, welche gemeinsam studentische und deutsche Traditionen pflegen und am Leben erhalten.
So bekennen auch wir uns zu den Begriffen Ehre, Freiheit, Vaterland und jedes einzelne Mitglied wird sich, wo es geht, nach diesen richten.
Als Besonderheit im Gegensatz zu anderen "Vereinen" haben wir das Lebensbundprinzip. Das bedeutet, wir sind zwar eine "Mittelschulorganisation", die Mittelschüler aufnimmt, und auch diese sind es, die das Leben in der Burschenschaft aktiv gestalten. Unsere Mitglieder bleiben aber ein Leben lang dieser Gemeinschaft treu. Unsere sogenannten Alten Herren stehen den Jungen mit Rat und Tat zur Seite und kümmern sich auch um die finanziellen Angelegenheiten. Für die jungen Aktiven ist auch immer jemand da, der Ihnen bei etwaigen Problemen, sei es in der Schule, im Beruf oder im privaten Bereich, hilft.
Niemals stehengeblieben
So pflegen wir zwar vielleicht manche, im ersten Moment seltsam wirkende, Tradition, bezeichnen uns aber trotzdem nicht als altmodisch. Ganz im Gegenteil! Durch die immer wieder neuen jungen Leute, die zu uns finden, lernen auch die Alten Herren die jungen Ansichten kennen und es werden in oft langen Gesprächen unterschiedliche Ansichten ausgetauscht. Dies alles führt dazu, daß wir als Burschenschaft zwar schon fast 100 Jahre bestehen aber dennoch nicht stehengeblieben sind.
Das Fechten - Die Mensur
Es gibt aber noch eine Tradition die wir hochhalten, welche von unwissenden Zeitgeistern immer wieder gerne verzerrt dargestellt wird. Wir sind eine pflichtschlagende Burschenschaft, was bedeutet, daß alle unsere Mitglieder mindestens zweimal fechten müssen.
Das ganze nennen wir dann "Mensur", und diese wird unter genauen Regeln ausgetragen, damit hier auch nichts passieren kann. Außerdem muß man, bevor man das erste mal auf Mensur steigt mindestens ein Semester lang pauken (d.h. trainieren). Bei der Mensur selbst tragen wir auf den meisten Körperstellen einen entsprechenden Schutz und auf dem Kopf einen sogenannten Stierschädel (Fechthelm). Gefochten wird bei uns nur auf den Oberkörper und zwar mit einem Säbel mit stumpfer Klinge.
Zwar kann prinzipiell jeder die Fechtkunst erlernen (was ja auch Sinn der Sache ist, da sie nicht allein über eine Mitgliedschaft entscheiden soll), trotzdem aber ist sie nicht unbedingt etwas für Weichlinge. So ist es also wenn du auf Mensur steigst auch für die Gemeinschaft ein Beweis, daß du wirklich dazugehören willst. Abgesehen davon tut man es ja mit dem Wissen, daß jeder andere der Bundesbrüder genau dasselbe für den Bund und die Gemeinschaft getan hat.
Wie gesagt, gibt es sehr viele Mythen und Unwahrheiten über die Mensur.
Im Grunde aber:
- dient sie der Stärkung des Einzelnen,
- ist sie kein Wettkampf im herkömmlichen Sinne,
- wird sie unter Aufsicht und genauem Regelwerk ausgetragen,
- besteht keine große Verletzungsgefahr
- betreiben wir es auch aus Tradition
- ist es auch ein Einstehen für die Gemeinschaft
- ist es der Beweis der eigenen Überzeugung der burschenschaftlichen Idee
(Meinungs-)Bildung
Wir achten auch darauf, daß unsere Mitglieder geschichtlich und tagespolitisch gut informiert sind und fördern die objektive Meinungsbildung. Denn jeder sollte eine eigene Meinung haben, zu der er steht und die er auch argumentieren kann. Zu diesem Zwecke finden auch manchmal sogenannte "Burschenschaftliche Abende" (BA) statt, bei denen entweder gemeinsam ein Film oder Vortrag angesehen wird, mit Leuten aus der Politik diskutiert wird oder der eine oder andere Aktive auch mal ein Referat über die verschiedensten Themen hält.
Fazit
Alles in allem sind wir also eine starke Gemeinschaft aus jungen und älteren Männern, welche sich gemeinsam durchs Leben schlägt, immer wieder gegenseitig hilft, gemeinsam fortbildet und gemeinsam Sport betreibt. In diesem Sinne wollen wir unseren jungen Mitgliedern die Schulzeit in der Oberstufe angenehmer machen und Ihnen ermöglichen, diese unvergeßliche Zeit immer im Kreise Gleichgesinnter erleben zu dürfen.